Rezension über den Roman "Irrlichter und Spökenkieker"

Von Claus Beese

Ich liebe das Meer und alles, was daran, darauf und darin ist. Grund genug, dieses Buch zu lesen. Dachte ich und ging mit großer Erwartung an die Sache heran. Urlaubslektüre, die man mal eben so nebenbei zwischen den Strandspaziergängen erledigt. Upps! Das war wohl nichts. "Kannst du das Buch auch mal weglegen?", kommentierte mein holdes Weib meine zeitweilige Abwesenheit von der Realität. Ja, wenn ich mir etwas aus dem Kühlschrank holen wollte, ging das mal kurz.

Der Stoff ist nicht einfach, der Einstieg fiel ein wenig schwer, weil man nicht so recht wusste, in welcher Zeit man landen würde. Helga Licher beschreibt sehr ausführlich Begebenheiten der Vergangenheit, die aber auch wiederum nur so knapp, dass die Fragezeichen beginnen, sich zu häufen. Man schleppt sie mit durchs Buch, in der Hoffnung, irgendwann Antworten zu finden. Doch die kommen spärlich und so reizt einen das Buch zu stetigem Weiterlesen. Manchmal fragt man sich, ob das alles denn wirklich erzählt werden muss, doch am Ende ist man sehr froh, es gelesen zu haben. Erst mit all den sehr anschaulichen Schilderungen, den liebevollen Details, die von der Autorin vermutlich mühevoll recherchiert wurden, ergibt sich ein rundes Bild, und wenn man das Buch am Ende zuklappt, ist man satt und zufrieden wie nach einem guten, ausgiebigen Mehrgängemenü. Bei dem hätte man auch sicher das eine oder andere weglassen können, aber das Vergnügen der Vielfalt wäre dann auch nur eben halb so groß gewesen.
Helga Licher hat mich sehr gut unterhalten, oft in die Irre geführt, gelegentlich verzweifeln lassen, doch zu einem absolut zufriedenen Leser werden lassen.

NOZ- Lotte vom 22.03.2012

Foto der Lesung
Foto: Erna Berg

Autorin verursacht Lachattacken

von Erna Berg, Freie Journalistin

„Ich bin ein Sonnenkind. Ich liebe es, wenn die Sonnenstrahlen meine Haut berühren und wärmen. Es ist ein wunderbares Gefühl, im Morgengrauen mit bloßen Füßen über eine Wiese zu laufen oder einfach nur den Wolken nachzuschauen.“ Autorin Helga Licher aus Hilter nahm Lottes Landfrauen im frühlingshaft geschmückten Haus Hehwerth mit auf eine erheiternde literarische Reise durch „Die Gute alte Zeit“ und mit herrlichem „Klatsch und Tratsch“.

Helga Lichter erinnerte sich an ihre Kindheit, an die Ferien bei den Großeltern, als sie, auf einem kleinen Schemel hockend, den Erzählungen der strickenden Oma lauschte. Genießerisch inhalierten die Zuhörerinnen den Duft alter Fliederbüsche, von frisch gemähtem Gras, Mottenkugeln, Sommerregen und brutzelnden Bratkartoffeln. „Damals war die Welt noch in Ordnung, ich fühlte mich geborgen in dieser kleinen heilen Welt. Ich mag immer noch gerne Bratkartoffeln, aber sie haben nie wieder so gut geschmeckt wie bei meinen Großeltern“, bekundete die Autorin voller Liebe.

„Plötzlich bist du 60“, machte die Autorin einen großen Sprung. Älter werden wollten wohl alle, aber nicht alt sein. Im Bus würde ihr immer öfter ein Sitzplatz angeboten. Und die Autorin setzte zum ungeliebten Thema „Alter“ einen optimistischen Schlusspunkt: „Wenn ich 65 werde, fahre ich Cabrio und tanze Tango mit meinem Mann; aber einen Seniorenteller bestelle ich nicht!“

Wenn sie mal einen freien Nachmittag habe, gehe sie Schuhe kaufen: „Frauen und Schuhe haben eine innige, aber leider auch unverstandene Beziehung – Männer haben zu einem Paar Schuhe oft eine lebenslange Beziehung.“ Sie stehe auch zu ihrem „Da-muss-ich-hin-Trieb“ bei Sonderangeboten. „Ich brauche nix, aber ich finde immer was. Da setzt der Verstand aus und der Jagdinstinkt ein.“

Den Männern empfahl sie, ihren Frauen besser zuzuhören, damit sie nicht in Panik verfallen, wenn es auf den Geburtstag der Angetrauten zugeht. Sie könnten viel Angstschweiß und lebensverkürzende Panikattacken verhindern, wenn sie auf die kleinen Signale achten würden, die im Laufe eines Jahres ausgesendet werden.

Westfälische Nachrichten am 17.1.2008:

Lienen 2008
Foto: Grüter

Plauderei mit einer guten Freundin

Lienen. „Kennen Sie die Hektik, in die eine Hausfrau verfällt, wenn sich liebe Gäste eingeladen haben?“ Helga Licher schaut in die kleine Runde ihrer Zuhörerinnen im Haus des Gastes.

Ja, in den kleinen Katastrophen des „wirklichen Lebens“ findet die Schriftstellerin aus Hilter die Themen, die sie in Geschichten und Essays kleidet.
Zwei Bücher mit Kurzgeschichten aus ihrer spitzen Feder sind in den vergangenen Jahren schon erschienen. Daraus liest sie vor, sehr zur Erheiterung und Unterhaltung ihrer Zuhörerinnen, die immer direkt angesprochen werden.

VON MARLIES GRÜTER / Westfälische Nachrichten

 

 

Osnabrücker Zeitung am 12.11.2007:

Dünenwind aus Hilter

Helga Licher stellt Roman vor
"Druckfrisch präsentierte die Autorin Helga Licher aus Hilter ihren Erstlingsroman "Dünenwind" in der Bücherstube Stolle. Der fast 200-seitige Band zeichnet die Biografie einer Frau nach, die sich selbstbewusst in einer von Männern dominierten Welt ihren Platz sucht und dabei in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich ist.
Als eine "echte und doppelte Premiere" konnte Bücherstubenbesitzer Heinz-Günter Stolle die Lesung ankündigen: "Eine Autorenpräsentation in dieser Form hat es hier im Geschäft noch nie gegeben, und Helga Lichers Roman ist erst seit heute in den Buchläden." Das war den Besuchern einen Applaus wert, und dermaßen eingestimmt konnte die Autorin frei ans Werk gehen.

Susanne Pohlmann/ Osnabrücker Zeitung

 

 

"Die Glocke", Warendorf:

Die Glocke, Warendorf
Bild: Poschmann/ Die Glocke, Warendorf

"Die Riemchensandale drückt"

"Es gibt Dinge, von denen haben Männer einfach keine Ahnung. Schuhe sind zum Beispiel so ein Thema. Warum Frauen unendlich viele "Treter" besitzen, und trotzdem schon wieder neue brauchen, treibt Männer oft in den Wahnsinn.

Am Dienstag las die Autorin im Marienheim aus ihren Büchern "Reich mir mal die Kombizange" und "Papa kocht italienisch". Bereits als Kind schrieb Helga Licher zahlreiche Kurzgeschichten. Irgendwann bot sie diese einer Zeitung an. Das kam bei den Lesern gut an. Dann suchte sie sich einen Buchverlag, der ihre Geschichten seit Dezember vergangenen Jahres verlegt.

Den Senioren gefielen die Geschichten.  Und zwischen den Geschichten verwickelte die Autorin ihre Zuhörer in Gespräche, und baute so eine Brücke zur nächsten Kurzgeschichte auf."

 

 

Haller Kreisblatt vom 19. Okt. 2007

Haller Kreisblatt
Foto: Nolte

Kurzgeschichten für Generation 55 plus

Autorin Helga Licher las im "Treff.Punkt Apfelstraße"
 Am Mittwoch war Helga Licher mit einer Auswahl ihrer Kurzgeschichten im "Treff.Punkt Apfelstraße" zu Gast.

"Meine Kurzgeschichten wenden sich an die Generation 55plus", nannte die Autorin aus Hilter ihr Zielpublikum. Dazu passten auch die Titel der kurzen Episoden: "Plötzlich ist man 60" lautete eine der Überschriften. Ohnehin waren die Themen aus dem Leben gegriffen: "Wenn ich mal einen Nachmittag frei haben will, dann schicke ich meinen Mann in den Baumarkt.", lächelte Helga Licher, die auch diese bestimmt wirkungsvolle Taktik in amüsanter Form zu Papier brachte.

 

 

Osnabrücker Zeitung am 2.1.2007:

Osnabrücker Zeitung

Kleine Laster und große Sehnsüchte

Hilteraner Autorin Helga Licher im Bad Rothenfelder Haus des Gastes
"Für die einen ist es ein Tick, für die anderen ein Lebensgfühl:
Frauen und Schuhe verbindet eine innige und dabei vielfach unverstandene Beziehung. Helga Licher bekennt sich ganz unverkrampft zu dieser Beziehung. Mit selbstironischem Charme blickte die Hilteraner Autorin im Haus des Gastes auf Schuhtick und Diätenwahn, auf kleine Laster und große Sehnsüchte.

Heiter und erfrischend kurzweilig hielten ihre Novellen den Besuchern in Bad Rothenfelde den Spiegel vor. Eine Stunde lang regte die Autorin mit treffsicheren Pointen und liebenswerten Geschichten die Lachmuskeln an.

Ein verständnissinniges Lächeln zauberte die in der Schüchtermann-Klinik tätige Autorin auf die Gesichter ihrer Zuhörer.